Historische Bauwerke GbR
Klimamonitoring Teloy Mühle





-

 

-

Projekt: Erhaltungskonzept Teloy-Mühle in Lank
Projektjahr: 2007ff
Auftraggeber: Stadt Meerbusch
Kooperation: TU Darmstadt, Institut für Massivbau, Prof. Dr.-Ing. H. Garrecht

-

Die denkmalgeschützte Mühle von 1822 zeigt ein ausgeprägtes Schadensbild, das sich in sichtbaren Stein- und Mörtelschäden des Außenmauerwerk, d.h. dem Abscheren der oberen Steinschichten, dem Aussanden des vorhandenen Mörtels und in kristallinen Ausblühungen an der Mauerwerksoberfläche sowie Schäden an den historischen Holzbalkendecken (Schädlingsbefall/Vermorschung) zeigt. Ziel des Auftrags war die Analyse der Schadensursache und die Entwicklung und Umsetzung eines Instandsetzungskonzeptes.

Aufgrund des analysierten Schadensbildes (hohe Versalzung und Bauteilfeuchte im Mauerwerk, Folgeschäden einer älteren Hydrophobierung) wurde das Institut für Massivbau (Prof. Garrecht) der TU Darmstadt als Kooperationspartner gewonnen, um ein Konzept für ein Klimamonitoring und eine Raumluftoptimierung auf der Grundlage einer wissenschaftlichen Bewertungsbasis (Materialeigenschaften des Mauerziegels, Kristallisationsschwellen der vorh. Salze) zu erarbeiten. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Sanierung soll hier in einer Klimastabilisierung liegen, bei der die Salze physikalisch ‚in der Schwebe‘ gehalten werden, d.h. indem der schädigende Wechsel von Auskristallisation und Lösung gestoppt und ein weiteres Treiben der Salze verhindert wird. Diese Klimastabilisierung erfolgt über eine kontrollierte Lüftung und Heizung, die durch eine entsprechende Integration von Wetterdaten die Trägheit des Gesamtsystems (Speicherfähigkeit der Wände, Anlaufzeiten der Heizung etc.) berücksichtigt.